Freunde der Sonne.
Das war´s. Ich werde den Blog schließen. Nicht länger bin ich bereit, ihn als eine Plattform zu führen, auf der ich anderen Menschen Rüstzeug in die Hand gebe, um einen Feldzug gegen mich anzutreten. Immer wieder habe ich mir gesagt, dass ich einfach drüber stehen, das übergehen sollte. Das kann ich aber so nicht. Das hier ist mein kleines Blog gewesen, auf dem ich immer wieder Momente, Gedanken, Gefühle festhielt. Eine Zeitlang begleitete er mich durch eine schwere Zeit, als ein lieber Mensch gestorben ist. Und eine Weile war er Teil einer wundervollen Schreiberlinggruppe, an die ich mich sehr gern zurück erinnere (*zum Goethe schiel und zwinker*).
Aber das ist okay. Wir müssen wachsen, uns weiter entwickeln und schon länger schwebte mir ein Blog vor, auf dem ich mehr für andere und weniger für mich selbst schreibe. Persönlich, aber trotzdem interessant – für euch. Vielleicht
. Deshalb möchte ich euch einladen, mir auf einen neuen Blog zu folgen, denn für jede Tür, die sich schließt, öffnet sich eine neue. Die Blogadresse werde ich nicht öffentlich breit treten – das wäre, als würde ich das Licht in einer Sommernacht bei geöffnetem Fenster anschalten. Aber ich bin noch einige Wochen unter der alten Email Adresse erreichbar, bis auch die sich komplett in eine andere ändert. Wenn ihr weiter lesen möchtet, schreibt mir eine Mail an julia.lienhart[at]web.de . Sagt mir bitte, wer ihr seid und welchen Blog ihr schreibt. Wenn ihr keinen Blog habt, werde ich euch vielleicht die Adresse nicht geben. Das ist nicht böse gemeint. Ich muss eben nur sicher gehen. Fragen kostet ja allerdings nichts.
Denkt nicht, ich möchte mich damit wichtig machen. Es ist einfach nur eine Maßnahme einer Entscheidung, die ich heute gefällt habe. Sie betrifft nicht nur mein Blog, sondern mein ganzes Leben. Es ist die Entscheidung zur Freiheit. Sich frei zu machen. Vom Korsett der engen Vorstellungen und Erwartungen anderer Menschen. Der Wille, sie von sich zu überzeugen (was eh unweise ist), obwohl sie einen nur benutzen wollen, manipulieren, wie einen Spielball in einem Tennismatch über´s Netz schlagen. Der eine auf die, der andere auf jener Seite. Und manchmal, da wollen sie auch einfach nur verletzen.
Sie meinen es sicher nicht böse und ich bin es den beiden Menschen auch nicht. Nicht wirklich (ich weiß ja, dass ihr das hier lest). Irgendwie könnt ihr nur nicht anders. Aber wie ich einst schon schrieb: Man muss sein Herz schützen. Und wenn man etwas von sich selbst erzählt, dann bedeutet das immer auch, sich angreifbar zu machen. Für andere. Es bedeutet Verletzlichkeit. Wenn diese schamlos ausgenutzt wird, um gnadenlos reinzutreten, dann sollte jeder Mensch handeln. Ich möchte wieder in die Anonymität zurück tauchen.
Ich freu mich auf einen Neuanfang. Denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.