Selbstverständlichkeiten.
Das Glück ist nicht selbstverständlich. Die Liebe ist es nicht. Hass ist nicht selbstverständlich, sich traurig zu fühlen oder wütend zu sein. Das alles ist nicht selbstverständlich. Denn es gibt etwas, das noch soviel schlimmer ist, als Traurigkeit oder Wut. Gleichgültigkeit. Überhaupt nichts zu empfinden.
“Tja und irgendwann war da gar nichts mehr”, sagt sie und steuert den Wagen um die Kurve. Draußen hängen tiefe Nebelschwaden, der Abend färbt den Himmel in ein tiefes Blau. Nur vereinzelte Scheinwerfer leuchten wie Irrlichter auf dem Weg.
“Irgendwann hoffte ich sogar, dass er einfach nicht wieder kommen möge. Dass es mir nichts ausmachen würde, wenn er einen Unfall hat.”
Sie schaut mich an. “Und da wusste ich, dass es Zeit ist, zu gehen.”
Vier Jahre ist es her, als ich in diese Stadt gekommen bin. Ich war einundzwanzig Jahre alt, fuhr auf meinem Fahrrad auf der Landstraße nach Hause. Um mich herum blühten die Rapsfelder, die Baumkronen rauschten im Wind. Auf dem Himmel schwebten Schäfchenwolken vorbei. Und da schlug es ein wie ein Blitz. Das Wissen, ich muss es tun. Jetzt sofort. In die Stadt ziehen. Mein Herz wusste, dass dort etwas auf mich wartete, das nicht länger warten kann.
Ich radelte heim und hatte am nächsten Morgen eine Bude, in die ich noch am selben Abend einzog. Innerhalb zweier Tage hatte ich mein Leben auf den Kopf gestellt und befand mich nun auf der Suche nach meinem neuen Leben, nach überhaupt einem Leben. Alles, was vom alten übrig blieb, war eine kleine Pflanze, die ich einige Wochen zuvor in einen sonnengelben Topf gepflanzt hatte. Ein einziges Blättchen streckte sich aus der Erde.
Ich fühlte mich unbesiegbar. Ich war unfassbar glücklich. Vielleicht habe ich deswegen den Abgrund nicht gesehen, in den ich schließlich hinein gefallen bin. Es gibt da so einen Spruch: “Wenn du zu lange in den Abgrund hinein schaust, schaut er irgendwann aus dir heraus.”
So ist es. Und heute erkenne ich jene Menschen sofort, die aus diesem Abgrund nie heraus gefunden haben. Sie haben irgendwann einfach aufgegeben, haben gedacht, das Leben müsse so sein. So gleichgültig. So hart. Unnachgiebig. Und lieblos. Sie haben gedacht, ihnen stünde nichts zu. Keine Freude, kein Lachen, keine Wärme. Keine Umarmung. Der Teufel steckt nicht im Schicksal, in Ungerechtigkeiten. Der Teufel steckt in der Gleichgültigkeit. Dann nämlich, wenn man einfach aufgibt.
Damals, vor vier Jahren, da hat die Liebe hier auf mich gewartet. Doch die Liebe, die ist kein Garant. Die Liebe ist nur der Boden, aber den Garten, den müssen wir schon selber pflanzen. Und wir müssen ihn pflegen. Das Unkraut jäten, die Erde umgraben, den Blumen schöne Worte zuflüstern. Wir müssen mit bloßen Händen im Dreck wühlen, der Schweiß muss uns auf der Stirn stehen, und wir dürfen keinen einzigen ungemachten Tag beschließen. Niemals. Wir müssen nackt im Regen tanzen und unter freiem Himmel schlafen. Und niemals dürfen wir vergessen, uns etwas zu wünschen, wenn eine Sternschnuppe vom Himmel fällt. Die Liebe ist nicht zum Verstehen da, nicht zum Trauern, nicht zum Hinsetzen und warten. Die Liebe ist zum Leben da.
Das Glück ist nicht selbstverständlich, es birgt Risiken. Wenn uns das Glück aus jeder Pore des Herzens sprießt, wenn wir mit den Farben dieser Welt unsere Seele bemalen, wenn wir die Musik hören, die dieser Welt inne wohnt, dann können wir jederzeit fallen. Wir sind Drahtseiltänzer, nur dass es kein Netz, keinen doppelten Boden gibt. Wenn wir fallen, fallen wir und es gibt nichts, was das verhindern könnte. Nur den Mut, die Dinge zu nehmen, wie sie sind und der unbedingte Wille, zu lieben. Zu wollen. Sich zu trauen. Und immer wieder auf jenes Seil hinauf zu klettern.
Wenn ich das Gesicht meines Sohnes sehe, wundere ich mich. Jedes mal aufs Neue. Wie perfekt es ist. Wie groß und lebendig seine Augen schauen. Wie sie zusammen mit seinem Mund lächeln. Wie ebenmäßig seine Züge sind, wie die Sonne sich in seinen spärlichen Haaren spiegelt. Und wenn ich dann mit meiner Nase an seiner reibe und er herzhaft zu kichern anfängt, wenn er vor Glück quietscht und juckst und er versucht, mir ebenso einen Kuss zu geben, dann frage ich mich, wie Erwachsene das wohl verlieren konnten. Was für ein Verbrechen es ist, dass die Menschen zulassen, dieses Strahlen auf dem Weg des Großwerdens zu verlieren. Dieses Staunen, Vertrauen. Diese Zuversicht.
Die kleine Pflanze, die ich damals mit in diese Stadt brachte, ist heute ein kleiner Baum. Er reicht vom Boden bis zur Decke und sein reiches Blätterdach spendet meinem Schreibtisch Schatten.

Wunderschön. ♥
Die Liebe…. – Julia – ist Verantwortung!
Allein.
Alles Andere ist Seelengebläse..
Nichts.
Dein Geschwafel… – HILDE – ist Seelengebläse.
Und wag es nie wieder, meinen Namen SO zu sagen.
Salzwasser..
die Liebe zeigt sich immer und ausschließlich in der Verantwortung zum Menschen – vom Kind, zur Schwester, zum Bruder, zum Partner. Und darüber kann man unglaublich viiiiiiiiel schreiben, weil sie vom 1. Augenblick an bis zum letzten Atemzug das ganze Leben lang wichtig ist.
Was willst du hier? Was willst du von mir? Glaubst du, über mich an meinen Vater ranzukommen? Oder was für einen Grund hast du, dass du meine Email so komplett ignorierst? Bin ich dein Werkzeug, dein Mittel zum Zweck? Versuchst du, mich zu manipulieren? Zu missionieren? Kannst du nicht loslassen? Verstehen, dass es vorbei ist? Und dass ICH das nicht ändern kann? Und dass ICH damit auch nichts zu tun habe? Nie zu tun HATTE?
Üblicherweise kommentierst du nur meine glücklichen Beiträge. Ganz so, als ob dir das Glück anderer Menschen weh tut. Das ist häufig so bei Menschen, die selbst nicht glücklich sind und den Postkarten nach zu urteilen, die du meinem Vater so schickst, bist du nicht glücklich. Das tut mir Leid für dich. Aber ich kann nichts dafür. Lass los. Gehe deinen Weg. Suche einen Weg.
Aber hier wirst du ihn nicht finden.
So was ist nicht meine Art! Bitte keine Unterstellungen. Möchte dich sehr bitten, doch beim Thema zu bleiben! Das verantwortliche Leben -darum ging es mir- und um sonst nichts. Kann sein, dass ich mich hier nicht richtig artikulieren kann, weil das nicht erwünscht ist. Ist dann auch zu akzeptieren. – Small-Talk-Blog halt. Schmuseblog, keine konstruktive Kritik erwünscht. Passt -sozusagen- nicht. Brauchst mir jetzt auf diesen Beitrag auch nicht mehr zu antworten.
Mich bitten, beim Thema zu bleiben? Das hier ist mein Blog, wenn hier jemand bittet, dann bin das wohl noch ich. Und wenn ich der Meinung bin, dass es angebracht ist, mal endlich vom Thema abzuweichen und Klartext zu reden, dann tu ich das.
Und erzähl mir nicht, du liest und kommentierst hier, weil du dir intelektuelle Dispute erhoffst. Mit dieser Behauptung fühle ich mich restlos veralbert. Ich bin keine hirnlose Gießkanne, die du nach Belieben manipulieren und modelieren kannst, damut du dein Gesicht nicht verlierst. Und das lasse ich auch nicht zu.
Mit mir kann man ja echt reden, aber sobald ich merke, dass ich überhaupt nicht ernst genommen werde, werd ich sauer.
Du hast doch nicht im Ernst gedacht, ein neuer Name bedeutete Anonymität? Für wie blöd hälst du mich?
Nee, deine Kritik ist hier definitiv nicht erwünscht. Ich bin nicht bereit, auf einer derart abstrakten Ebene alte, angestaubte Konflikte auszutragen, mit denen ich eigentlich nie etwas zu tun hatte. Das musst du schon mit dir selbst ausmachen. Bzw. mit jenen Personen, denen du eigentlich etwas zu sagen hast. Mein Vater liest das alles hier übrigens NICHT, falls du dir das erhofft hast.
So, dein Vater liest! Ich hab gedacht, der kann gar nicht lesen.
War nicht so gemeint- Bitte vergiss es!
Sag mal, was erlaubst du dir eigentlich? Schämst du dich gar nicht, deine Probleme auf mich abzuwälzen? Findest du es nicht peinlich, diese Stalkerei, das Nichtloslassenkönnen? Hast du so wenig Selbstachtung?
Wahrheit und Verantwortung sind Schwestern. Treue und Wahrheit ebenso. Es ist mir ein Rätsel, warum man nicht auch mal provokativ einen Beitrag senden darf. Ich bin keine der oben Aufgeführten. Wen du damit meinst, weiß ich nicht. Ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen.
Ich stell den zensierten Beitrag wieder rein. Nur damit für alle Leute sichtbar ist, was du treibst.
Findest du nicht, dass es jetzt reicht?